Hitchockwürdiges Saisonfinale gegen den BC Sursee
Ligaerhalt schaffen
Der Spielabend war wichtig, da die 1. Ligisten zu Beginn der Saison auf ihre Einzelspielerin Jasmine Eberle verzichten mussten, gleichzeitig fiel krankheitsbedingt auch Mara Stadelmann aus. Das machte die Ausgangslage für die Mannschaft sehr schwierig, da viele Spiele mit Aushilfsspielerinnen besetzt werden mussten. So findet sich die Mannschaft momentan auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Da der BCS 2 eine sehr gute Vorrunde spielte, konnte sich diese Mannschaft an der Spitze behaupten, weshalb man früh daraufsetzte, dass sie den Aufstieg schaffen würden und somit die 1. Liga absichern könnten.
Hexenkessel in Sursee
Viele Fans des BC Sursee wollten sich den direkten Aufstiegskampf am Donnerstagabend nicht entgehen lassen. Ein wahrer Hexenkessel empfing den BCS 2 in der Stadthalle. Direkt zu Beginn spielten die Einheimischen eine taktische Karte aus: Spielstart mit dem Herreneinzel 1 und dem Mixed – ein unüblicher Start. Marcel Helfenstein spielte sehr stark und verlor den ersten Satz nur mit 20:22, danach musste er den Sieg leider dem Gegner Michael Adamer überlassen. Gleichzeitig gab es das erste Dreisatzspiel im Mixed mit Philipp Broquet/Flavia von Wyl, das vor allem im ersten Satz mit 27 zu 25 äusserst knapp verloren ging. Somit stand es nach zwei Spielen 2:0 für Sursee.
Weiter ging es mit dem Herreneinzel 3 von Sven von Holzen und dem Damendoppel. Nachdem von Holzen den ersten Satz klar für sich entschied, drehte das Spiel. Die Fans aus Sursee klatschten ihren Herren Punkt für Punkt ins Spiel und somit ging nach drei Sätzen dieser Sieg ebenfalls an die Heimmannschaft. Im Damendoppel führten die Stansstaderinnen im ersten Satz klar, als von Wyl wegen Krämpfen ein Timeout nehmen musste. Die Gegnerinnen holten danach auf und sicherten sich den ersten Satz und schlussendlich ging wieder ein Dreisatzsieg an Sursee. Stand: 4:0 für Sursee!
In der Zwischenzeit kämpfte sich im Herreneinzel 2 Philipp Broquet in einen dritten Satz und dank Broquets Kampfgeist und einem kurzen Plausch mit der Fankurve sicherte er den Stansstadern das erste wichtige Spiel. In der Halle wurde es zwischenzeitlich immer lauter, witterten die Surseer doch die Überraschung des Abends doch noch mit 6:1 die Tabellenführung zu schaffen. Das Herrendoppel mit Sven von Holzen/Pirmin Würsch zeigte eine unglaublich starke Leistung an diesem Abend, spielte sich ebenfalls in einen dritten Satz, in dem sie hauchdünn mit 20:22 unterlagen.
Nun standen die Stansstader 5:1 mit dem Rücken zur Wand. Das Dameneinzel musste spät abends die Entscheidung bringen. Sandy Schuler startete konzentriert und sicherte den ersten Satz klar. Der Start in den zweiten Satz gelang nicht nach Wunsch. Schuler lag schnell 7 Punkte zurück, danach spielte sie ihre mentale Nervenstärke aus, holte den Rückstand auf und sicherte mit ihrem Sieg den Stansstadern das so entscheidende zweite Spiel, um als Tabellenleader den Hexenkessel in Sursee verlassen zu können.